Fakt ist: Erfolgreiches Investieren an der Börse kommt nicht ohne Verluste aus.
Kein Anleger, kein Investor und kein Trader, egal wie erfahren oder erfolgreich, kann eine Trefferquote von 100% vorweisen. Verluste gehören ebenso zur Börse wie Gewinne, und das Verständnis sowie der Umgang mit diesen Verlusten kann den Unterschied zwischen langfristigem Erfolg und Misserfolg ausmachen.
Das Ziel jeder Anlagestrategie besteht darin, einen statistischen Vorteil zu erreichen, bei dem die Summe der Gewinne langfristig höher ist als die Summe der Verluste. Doch nicht alle Verluste sind gleich, und ebenso wenig sind alle Gewinne gleichwertig. In diesem Artikel betrachten wir die Konzepte „gute Verluste“ und „schlechte Gewinne“ im Detail und zeigen auf, wie diese unterschieden und gehandhabt werden sollten.
Verluste sind schmerzhaft. Sie kosten nicht nur Geld und zuweilen auch Zeit, vor allem aber kosten sie Nerven und führen regelmäßig zu großen Zweifeln. Zweifeln an der Strategie, Zweifeln an sich selbst oder einer anderen Person und auch Zweifeln daran, ob das eigene Ziel überhaupt erreicht werden kann. Und dennoch gibt es auch "gute Verluste".
"Gute Verluste" sind jene Verluste, die im Rahmen einer erfolgreich erprobten Anlagestrategie auftreten und daher als normal und unvermeidbar gelten. Sie sind ein natürlicher Bestandteil des Investierens und kein Zeichen von Fehlverhalten oder Fehlentscheidungen. Kurz: Es sind die statistischen Verluste einer Strategie.
Jede Anlagestrategie, sei sie noch so gut, wird Verluste erzeugen. Diese Verluste sind Teil der statistischen Verteilung der Ergebnisse. Wenn eine Strategie beispielsweise in 60% der Fälle Gewinne und in 40 % der Fälle Verluste produziert, dann sind die Verluste, die innerhalb dieser 40% auftreten, als gute Verluste zu betrachten. Sie sind vorhersehbar und einkalkuliert.
Selbst bei perfekter Ausführung der Strategie sind diese Verluste nicht zu vermeiden. Solche Verluste sind als Teil des langfristigen Spiels zu sehen und nicht als Zeichen einer fehlerhaften Strategie.
Die Börse folgt keinen festen Regeln. Es formen sich lediglich gewisse Muster, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit in einem möglichen Szenario enden. Muster, die einen statistischen Vorteil liefern können.
Schlechte Verluste sind hingegen vermeidbare Verluste, die durch menschliche Fehler, emotionale Entscheidungen oder das Abweichen von der festgelegten Strategie entstehen. Sie sind häufig das Ergebnis einer unzureichenden Disziplin und eines Mangels an Struktur beim Investieren. Hier sind einige Beispiele:
Ähnlich wie bei Verlusten gibt es auch bei Gewinnen Unterschiede zwischen guten und schlechten Gewinnen. Gute Gewinne sind das Resultat einer disziplinierten Anwendung der Anlagestrategie, während schlechte Gewinne durch Abweichungen von der Strategie entstehen und langfristig mehr schaden als nützen. Gewinne, die erzielt werden, weil die Anlagestrategie missachtet wurde, sind problematisch. Diese Gewinne können zufällig sein und verleiten oft dazu, die Disziplin zu vernachlässigen. Dies führt langfristig zu schlechteren Ergebnissen. Welche Art von Abweichung können das sein?
Wer versteht, dass Verlustpositionen zur Börse und jeder Anlagestrategie gehören, wird lernen, mit Verlusten besser umzugehen und langfristig erfolgreicher zu agieren. Disziplin und das strikte Befolgen der eigenen Anlagestrategie sind dabei entscheidend.
Ganz gleich, ob schlechte Verluste oder schlechte Gewinne. Beide Sachverhalte führen langfristig zum gleichen Resultat - eine deutliche Verschlechterung des ursprünglichen Chance/Risiko-Verhältnisses der Anlagestrategie.
Verluste sind ein unvermeidlicher Teil des Investierens, aber nicht alle Verluste sind gleich. Gute Verluste entstehen im Rahmen einer erprobten Anlagestrategie und sind ein natürlicher Teil des Investitionsprozesses. Schlechte Verluste hingegen resultieren aus emotionalen und impulsiven Entscheidungen, die außerhalb der strategischen Vorgaben liegen.
Wer versteht, dass Verluste zur Börse gehören und lernt, zwischen guten und schlechten Verlusten zu unterscheiden, wird langfristig erfolgreicher agieren. Die Fähigkeit, Verluste zu akzeptieren, aus ihnen zu lernen und eine disziplinierte Anlagestrategie zu verfolgen, ist entscheidend für den Erfolg an den Finanzmärkten.
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